Gesundheit

Knoblauch ist eine der ältesten Würz- und Heilpflanzen, die bereits in der Bibel und im Sanskrit als solche erwähnt wird. Knoblauch senkt den Bluthochdruck, regt Leber, Galle und die Verdauungsorgane an, fördert die allgemeine Durchblutung und baut Blutfette ab.

Eigenschaften

Antibakteriell, regt Sekretion der Verdauungdrüsen an, vermindert Darmgifte, fördert die Sekretion und Ableitung der Galle, krampflösend, gefäßerweiternd (indem die Wirkstoffe direkt an den Gefäßwänden angreifen). Eine antiarteriosklerotische Wirkung ist wahrscheinlich.

Nebenwirkungen

In höheren Dosen sind Magenreizungen möglich.

Knoblauchöl wirkt gegen typische Aufzuchtkrankheiten, stärkt den Blutkreislauf, aktiviert den Stoffwechsel. Knoblauchöl fördert die Verdauungstätigkeit sowie die Entschlackung des Körpers und hemmt den Wurmbefall.

Man sagt dem Knoblauch große Heilkräfte nach, von denen viele wissenschaftlich belegt sind. Sein Fleisch beinhaltet den Wirkstoff Allizin. Er senkt den Cholesterinspiegel und tötet Bakterien und Pilze im Darm ab. Das schwefel- und allizitinhaltige, ätherische Öl des Knoblauchs durchläuft mehrere Stofffwechselabbaustufen. So entstehen verschiedene Nebenprodukte (wie Aloene und Sulfide), die z.B. Blutverklumpung verhindern. Andere Abbauproduckte wirken fördernd auf die Durchblutung. Neben Allizin enthällt Knoblauch Eiweiß, Vitamine der B-Gruppe, die Mineralien: Selen, Zink, Nickel, Phosphor und Calcium, sowie Salicylsäure.

Knoblauch schützt vor Magen- und Darmkrebs – Knoblauch-Dragees nicht.

Knoblauch-Dragees schützen nicht vor Magen- und Darmkrebs. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universität North Carolina in Chapel Hill bei einer zusammenfassenden Analyse von 22 Studien, die den Schutzeffekt von Knoblauch untersucht hatten. Die Analyse ergab, dass Menschen, die regelmäßig rohen oder gekochten Knoblauch essen, nur halb so oft an Magenkrebs erkranken wie Menschen, die der aromareichen Knolle entsagen. Auch das Darmkrebs-Risiko ist bei Knoblauch-Liebhabern um ein bis zwei Drittel geringer. “Bei regelmäßigem Verzehr hat Knoblauch einen starken Schutzeffekt,” kommentiert Lenore Arab, der Leiter der Analyse, die Ergebnisse. Weshalb aber Knoblauch-Dragees nicht vor Magen- und Darmkrebs helfen, bleibt unklar. Möglicherweise werden die Wirkstoffe beim Verarbeiten der Knoblauchzehen zerstört oder die lange Lagerung der Dragees beeinträchtigt die Wirkstoffe. Eine andere Erklärung wäre, dass Menschen, die Knoblauch-Dragees nehmen, schon krank sind. Das könnte die Ergebnisse verfälschen, erklärt Arab. Die Wissenschaftler nehmen an, dass antibakterielle Substanzen im Knoblauch das Bakterium Heliobacter Pylori im Magen bekämpfen, und so dem Magenkrebs vorbeugen.

Knoblauch schützt Prostata. Auch gegen andere Krebsarten – Gebärmutter, Dickdarm und Magenkrebs – ist Knoblauch wirksam. Dabei haben geringe, aber regelmäßig verspeiste Mengen einen höheren Effekt als hohe Dosen.

Wie englische Wissenschaftler im British Journal of Cancer berichten, stand die Knolle bei der Fallstudie mit je 328 Patienten und Kontrollpersonen nicht von vornherein im Mittelpunkt der Untersuchung, das Ergebnis war somit eine kleine Überraschung. Angenommen hatten die Wissenschaftler, daß als Risikofaktoren für den Prostatakrebs – der zweithäufigsten Krebsart bei Männern in Industriestaaten – insbesondere die Fette in Frage kommen, als Schutzstoffe dagegen Beta-Carotin beziehungsweise Lycopin.
Um diese These zu prüfen, wurden die Ernährungsgewohnheiten und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln der letzten fünf Jahre detailliert erfragt. Von allen untersuchten Lebensmitteln erwies sich jedoch lediglich Knoblauch als Schutzfaktor. Hülsenfrüchte, vor allem Erbsen, verfehlten die Signifikanz nur knapp. Allerdings mußte der Knoblauch in seiner natürlichen Zusammensetzung aufgenommen werden. Präparate waren unwirksam.

Pflanzliche Östrogene wirken positiv. Dagegen hatten weder die Fette einen Einfluß, ebensowenig Beta-Carotin, Lycopin oder andere berechnete Nährstoffe. Auch die meisten Vitaminsupplemente hatten keinen Effekt. Plausibel ist das Ergebnis der Studie vor allem wegen der pflanzlichen Östrogene in Knoblauch (Saponine) und Hülsenfrüchten (Isoflavonoide). Diese sekundären Pflanzenstoffe schützen offenbar besonders vor sexualhormonabhängigen Krankheiten. Insofern liegen auch Effekte auf andere sexualhormonabhängige Krebsarten nahe. In der Antike wurde Knoblauch tatsächlich gegen Gebärmutterkrebs verordnet. Aus neuerer Zeit liegt hierzu lediglich eine Schweizer Studie vor, in der Knoblauch das Risiko senkte, an Gebärmutterkrebs zu erkranken.
Dickdarmkrebs wird ebenfalls mit pflanzlichen Östrogenen in Verbindung gebracht. Hierzu fand die Iowa Women's Health Study, daß von 127 erfaßten Lebensmitteln lediglich Knoblauch mit einem signifikant erniedrigten Krebsrisiko im Dickdarm korrelierte.

Auch gegen Magenkrebs, der vor allem in China sehr häufig vorkommt und auf eine erhöhte Nitrosaminbildung zurückgeführt wird, hat Knoblauch eine Schutzfunktion. Er hemmt nämlich die Bildung von krebsauslösenden Nitrosaminen. Dieser Effekt ist jedoch nicht auf die Sopanine zurückzuführen, sondern auf die Inhaltsstoffen Allicin und S-Allylcystein. Allicin tötet nitrosierende Bakterien ab, S-Allylcystein hemmt die Bildung von Nitrosaminen.

Das Prinzip “viel hilft viel”, gilt allerdings beim Knoblauch nicht. Im Tierversuch wurde gezeigt, daß die tägliche Aufnahme geringer Knoblauchmengen die DNS wirksamer schützt als hohe Dosen

Knoblauch ist ein Rasayana für Vata und für Kapha, für Knochenmark und Nervengewebe. Das Mittel wirkt starkt verjüngend. Es entgiftet und wirkt gut bei chronischen oder periodischen Fieberformen. Es reinigt Blut und Lymphsystem von Ama und Kapha. Seine erhitzende Eigenschaft kann Blutungen verursachen oder verschlimmern. Knoblauch ist tamasisch und hat daher eine dämpfende, abstumpfende Wirkung auf den Geist, fördert andererseits die “Erdung”, das mit beiden Beinen auf der Erde stehen. Knoblauch hat eine Reizwirkung auf die Sexualorgane und vermehrt den Samen.